Massivparkett - Der Klassiker aus hochwertigem Vollholz:

Immer wenn an die Lebensdauer und Strapazierfähigkeit eines Parkettbodens besondere Anforderungen gestellt werden, ist massives Parkett die ideale Lösung!

Da die Parketthölzer durch und durch aus einem Stück Vollholz bestehen, können Massivparkett-Fußböden viele Male renoviert werden. Bei der Renovierung wird die alte abgenutzte Oberfläche bis auf das rohe Holz abgeschliffen. Anschließend wird die Parkettfläche wieder neu eingelassen. Je nach Wunsch können Sie dabei zwischen Lack-Versiegelungen, Öl und Wachs wählen (weitere Hinweise im Kapitel Oberflächenschutz).

Wenn man bedenkt, dass eine solche Renovierung im Schnitt erst alle 15 bis 20 Jahre erforderlich ist, wird schnell klar, dass Massivparkett ein ganzes Leben lang hält!

Wenn neues Massivparkett verlegt wird, sind die Parketthölzer noch naturbelassen und unbehandelt. Nachdem der Parkettboden auf dem Unterboden fest verklebt wurde, wird die gesamte Fläche mehrfach geschliffen. Danach wird die Oberfläche endbehandelt. Wie diese Endbehandlung ausgeführt wird, können Sie selbst bestimmen. Je nach Ihren Vorstellungen wählen Sie aus den Varianten Lack (von hochglänzend bis matt), Öl und Wachs Ihren Favoriten aus.

Massives Parkett sollte immer vom Fachmann verlegt werden. Unsere erfahrenen Verlegeteams beherrschen das Verlegen, Schleifen und Versiegeln bis ins kleinste Detail und sorgen mit Sicherheit ein perfektes Ergebnis.

Gestaltungsmöglichkeiten gibt es bei Massivparkett wie bei kaum einem anderen Fußboden. Die verschiedenen Holzarten, die möglichen Verlegemuster und unterschiedliche Stabgrößen lassen sich beliebig kombinieren...

Die weitere Unterteilung von Massivparkett wird in der Regel nach der Stärke und Größe der einzelnen Parketthölzer vorgenommen. Hierbei unterscheidet man folgende Gruppen:


 

Stabparkett:

Stabparkett
Stärke: in der Regel 22 mm
Länge: 25 bis 50 cm
Breite: 5 bis 8 cm
Oberfläche: unbehandelt
Nutzschicht: ca. 10 mm (bis Nut bzw. Feder)
Ausführung: einzelne Stäbe mit umlaufender Nut und Feder an den Seiten
Verlegeart: Parkettstäbe werden fest auf den Unterboden verklebt, danach geschliffen und endbehandelt

Das klassische Stabparkett zählt zu den ältesten Parkettarten und überdauert häufig mehrere Generationen. Besonders in stark strapazierten Bereichen hat sich Stabparkett seit langer Zeit bewährt.

Die charakteristische Größe der Stäbe (Länge ca. 50 cm, Breite ca. 7 cm) prägt das typische Erscheinungsbild dieser Parkettart. Die einzelnen Stäbe sind seitlich mit einer Nut+Feder-Verbindung untereinander verbunden.

Dadurch wird eine präzise Passgenauigkeit gewährleistet. Zudem wird dadurch verhindert, dass sich einzelne Stäbe aus der Fläche lösen können - selbst wenn sich nach Jahrzehnten der eine oder andere Parkettstab vom Unterboden ablösen sollte. Durch Nut und Feder ist ein solcher Stab immer noch fest mit den Nachbarstäben verbunden und damit in die Fläche integriert.

 


 

Lamparkett:

Lamparkett
Stärke: in der Regel 10 mm
Länge: 20 bis 25 cm
Breite: 4 bis 5 cm
Oberfläche: unbehandelt
Nutzschicht: ca. 8 mm
Ausführung: Stäbe mit glatten Seiten, teils mit Netz zu Elementen verbunden
Verlegeart: Parkettstäbe werden fest auf den Unterboden verklebt, danach geschliffen und endbehandelt

Das 10 mm starke Lamparkett ist eine massive Parkettart, die auf Grund ihrer geringen Stärke häufig bei Renovierungen Verwendung findet. Lamparkett kann auch dort eingesetzt werden, wo zuvor ein Teppichboden oder ein ähnlicher Bodenbelag gelegen hat - ohne dass nennenswerte Höhenabsätze entstehen.

Durch die glatten Kanten (ohne Nut und Feder) steht fast die volle Parkettstärke als Massivholz zur Verfügung. So kann auch Lamparkett mehrere Male abgeschliffen und die Oberfläche neu eingelassen werden.

Bei Lamparkett macht sich das so genannte "Arbeiten" des Holzes relativ stark bemerkbar: Je nach Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit werden die Parketthölzer breiter bzw. schmäler. So ist besonders in den Wintermonaten durch die trockene Luft mit Fugen in der Parkettfläche zu rechnen.

 


 

Mosaikparkett:

Mosaikparkett
Stärke: 8 mm
Länge: 16 cm
Breite: 2,3 cm
Oberfläche: unbehandelt
Nutzschicht: ca. 6 mm
Ausführung: Stäbchen mit glatten Seiten, auf Netz zu Elementen verbunden
Verlegeart: Verlegeelemente werden fest auf den Unterboden verklebt, danach geschliffen und endbehandelt

Mosaikparkett ist neben Industrieparkett (vgl. Beschreibung unten) die preisgünstigste Massivparkettart. Zusätzlich zum hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis bietet Mosaikparkett aber noch weitere überzeugende Vorteile:

Mit einer Stärke von nur 8 mm ist Mosaikparkett der Parkettboden mit der geringsten Einbauhöhe. So lässt es sich fast überall ohne Höhenprobleme verlegen. Durch die glatte Bearbeitung der Kanten - also ohne Nut und Feder - stehen volle 8 Millimeter Massivholz zur Verfügung. Daher ist auch bei Mosaikparkett die Möglichkeit zur mehrfachen Renovierung gewährleistet.

Typisch und allgemein bekannt ist bei Mosaikparkett das legendäre Würfelmuster. Selbstverständlich bieten wir Ihnen neben diesem Würfelmuster viele weitere Verlegevariationen an. Mehr als 10 verschiedene Verlegemuster und rund 50 unterschiedliche Holzarten bzw. Sortierungen lassen mehr als genügend Gestaltungsmöglichkeiten zu.

 


 

Industrieparkett:

Industrieparkett
Stärke: in der Regel 23 mm
Länge: in der Regel 16 cm
Breite: in der Regel 0,8 (bis max. 1,8 cm)
Oberfläche: unbehandelt
Nutzschicht: ca. 20 mm
Ausführung: Stäbchen mit glatten Seiten, hochkant zu Elementen verbunden
Verlegeart: Verlegeelemente werden fest auf den Unterboden verklebt, danach geschliffen und endbehandelt

Industrieparkett ist ein Anfall- bzw. Abfallprodukt aus der Produktion von Mosaikparkett. Diejenigen Parkettlamellen, die für Mosaikparkett nicht geeignet sind (zum Beispiel wegen einer schadhaften Stelle im Holz) werden aussortiert und hochkant aufgestellt, so dass die "schlechte" Seite unten liegt. Daher wird Industrieparkett auch häufig als Hochkantlamellenparkett bezeichnet.

Industrieparkett kommt auf Grund seiner enormen Stärke und dem günstigen Preis vor allem im Objektbereich zum Einsatz. In den letzten Jahren wird diese Parkettart aber auch verstärkt in Privathäusern und Wohnungen verlegt.

Wenn Sie sich für Industrieparkett in Ihrer Wohnung interessieren, sollten Sie wissen, dass diese Parkettart aus minderwertigerem Holz besteht und nicht nach optischen Gesichtspunkten aussortiert wird. Daher sind größere Farb- und Strukturunterschiede zwischen den einzelnen Parketthölzern absolut normal und müssen in Kauf genommen werden. Selbst kleine Ausbrüche oder Fehlstellen im Holz stellen keinen Reklamationsgrund dar.


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